TryEngineering.org: Discover the creative engineer in you. Accreditation.org: The ultimate resource for engineering, computing and technology accreditation. TryNano.org: Nanotechnology for a wider audience.  
         TryEngineering.org > Im Leben eines Ingenieurs > Chemieingenieur
Discover the creative engineer in you
Life of an Engineer
Chemieingenieur
Bauingenieur
Computeringenieur
Elektroingenieur
Werkstoffingenieur
Maschinenbauingenieur
Nuklearingenieur
Ingenieurgesellschaften
William Huang (Chemieingenieur)
Prozess-/Spezialbereichsingenieur, Fluor Daniel Inc.

William HuangStudium
B.S. - Chemietechnik, University of Texas at Austin

Beschreibung des Arbeitsplatzes
Prozess-/Spezialbereichsingenieur

Tipps für Schüler/Studenten
Wenn man einmal in die Industrie geht, lernt man, dass das doch etwas anders ist als im akademischen Bereich. In der Hochschule kann man die ganze Nacht lang arbeiten, also 24 Stunden lang nicht ins Bett gehen, um ein Projekt fertig zu stellen. Am Arbeitsplatz geht das nicht mehr, weil man hier meistens im Team arbeitet.


Gesprächsausschnitt

Frage: Mit wem arbeiten Sie jeden Tag?
Huang: Ich arbeite in erster Linie mit den anderen Prozessingenieuren meiner Projektgruppe zusammen. Jedes unserer Projekte wird einer Projektgruppe zugeteilt, die aus mehreren Gruppen von Ingenieuren besteht, u. a. eben auch aus Prozessingenieuren. Ich arbeite mit den anderen Ingenieurdisziplinen zusammen, wenn wir uns über verschiedene Aspekte der Projekte austauschen. Einige der anderen Ingenieure, mit denen wir zusammenarbeiten, kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Rohrverlegung, Bautechnik, Konstruktionen und Instrumentierung. Wir führen unsere Projekte unter Anwendung einer Phasenmethode aus: Wir beginnen mit den Anfangsphasen und der konzeptuellen Designarbeit, und an diesem Projekt können viele Prozessingenieure beteiligt sein. Wenn wir dann zur detaillierten Konstruktionsphase kommen, bei der die genaue Ausrüstung spezifiziert wird, die gekauft werden muss, werden die Bauingenieure einbezogen, die mit den Lieferanten an der eigentlichen Beschaffung der Geräte arbeiten. Prozessingenieure halten in der Hauptsache Kontakt zu den anderen Ingenieurdisziplinen und den Kunden. Wir pflegen eine sehr enges Verhältnis zu den Kunden.

Frage: Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen bei Fluor Daniels im Laufe der Zeit. Was machen Sie als Prozessingenieur?
Huang: Ich habe bei Fluor Daniels als Ferienpraktikant angefangen. Ich hatte das Glück, gleich nach meinem ersten Jahr im College eine Praktikantenposition für die Semesterferien zu finden, und ich habe in den darauf folgenden Sommerferien drei Jahre hintereinander hier im Büro in Houston gearbeitet. Als Student im Grundstudium Erfahrungen als Praktikant gesammelt zu haben, war für meine Entscheidung, mich nach meinem Studienabschluss um eine Stelle bei Fluor Daniels zu bewerben, sehr hilfreich. Als Prozessingenieur bin ich unter anderem dafür verantwortlich, mit anderen Ingenieuren an Projekten zusammenzuarbeiten, um unseren Kunden bei der Umsetzung ihrer Konstruktionsprojekte zu helfen.

Frage: Wie findet man eine Position als Chemieingenieur?
Huang: Meist durch Anwerbung, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Als ich mich zum Beispiel für mein Praktikum bewarb, habe ich in die Gelben Seiten geschaut. Ich rief einfach jedes Ingenieurunternehmen an, und als ich dann beim Buchstaben F ankam, bot mir Fluor Daniel noch am Telefon ein Bewerbungsgespräch an. Ich glaube deshalb, dass Studenten, die nur das Rekrutieren an den Unis oder vor Ort als Bewerbungsmöglichkeit in Betracht ziehen, nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen. Ich meine, dass es möglich ist, auch selbst nach offenen Stellen zu suchen. Das geht zum Beispiel über die Zeitung. Dadurch kann man eine gute Vorstellung davon gewinnen, welche Firmen und welche Industrien Arbeitskräfte einstellen und was auf dem Markt so los ist. Man kann sich mit Berufsverbänden in Verbindung setzen, die in aller Welt in allen Ingenieurbereichen und in allen Branchen Kontakte haben. Wer sich ganz auf den Aspekt des Rekrutierens vor Ort verlässt, setzt sich selbst unnötige Grenzen. Und dort konkurrieren Sie dann auch mit all den anderen Studenten, mit denen sie gemeinsam Kurse besuchen, und mit Studenten aller anderen Universitäten, an denen diese Firmen rekrutieren.

Frage: Wären Sie auch an einer Verwaltungs- oder Managementposition bei Fluor Daniel interessiert?
Huang: Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, mich eher in einer Managementrolle zu engagieren. Das Arbeiten mit anderen, das Organisieren von Aktivitäten und die Arbeit in einem technischen Umfeld haben mir schon immer Spaß gemacht. Vieles von dem, was man so macht – Forschen und das Sammeln von Informationen –, macht man für sich allein, aber in meiner Industrie muss ich mit anderen Ingenieuren kommunizieren und zusammenarbeiten. Was mit besonders viel Freude macht, ist das Arbeiten in Gruppen, das eigentliche Ausführen von Projekten, und wirklich etwas zu bewirken. Ich kann also durchaus absehen, dass ich einmal eine Managementposition einnehmen werde, bei der ich vielleicht ein Projekt leite oder als leitender Prozessingenieur auftrete, also für einen bestimmten Bereich eines Projekts zuständig bin.

Frage: Mit welchen Arten von Kunden arbeiten Sie?
Huang: Wir arbeiten hauptsächlich mit Energie-, Petrochemie- und Erdölfirmen. Viele unserer Kunden haben Niederlassungen in der Nähe unserer eigenen geographischen Standorte. So gibt es beispielsweise in Houston, weil wir uns eben an der US-Golfküste befinden, zahlreiche Einrichtungen, Fertigungswerke und Betriebsgesellschaften, weshalb unser Schwerpunkt auf Erdöl-, Petrochemie-, Chemie- und Raffinerieunternehmen liegt. In unseren anderen Unternehmensniederlassungen haben wir andere Kunden. So haben wir z. B. Kunden in der Automobilindustrie, in der Regierung und im Energie- und Verteidigungssektor. Es gibt eine breite Vielfalt Kunden, die sich aber geographisch nach den von uns bedienten Märkten unterscheiden.

Frage: An welchen beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen sind Sie beteiligt?
Huang: Training und Schulungen sind in unserem Unternehmen sehr wichtig. Unseren Ingenieuren stehen viele Ressourcen zur Verfügung. So haben wir beispielsweise über CD-ROMs Zugang zu praktisch allen Arten von Schulungsinformationen. Es gibt verschiedene computergestützte Trainingsprogramme, aber auch Bücher und Videos, die wir uns fürs Selbststudium ausleihen können. Außerdem gibt es ein Programm für die Erstattung von Studiengebühren. Wenn ich also einen Kurs in einem örtlichen Community College [einer Art Volkshochschule] oder an einer örtlichen Universität belege, kann ich mir die Kosten dafür von Fluor Daniel erstatten lassen. Das hilft mir natürlich bei meiner Weiterbildung durch traditionelle Kurse. Außerdem arbeite ich zurzeit daran, die Voraussetzungen für meine Lizenz als Berufsingenieur zu erfüllen. Nach meinem Studienabschluss bestand ich das „Engineer in Training“-Examen. Und jetzt kann ich, nach mittlerweile vier Jahren Berufserfahrung, die Erteilung dieser Lizenz beantragen.

Frage: Greifen Sie auf die gleichen Zeiteinteilungsfähigkeiten wie an der Universität zurück?
Huang: Wenn man einmal in die Industrie geht, lernt man, dass das doch etwas anders ist als im akademischen Bereich. In der Hochschule kann man die ganze Nacht lang arbeiten, also 24 Stunden lang nicht ins Bett gehen, um ein Projekt fertig zu stellen. Am Arbeitsplatz geht das nicht mehr, vor allem deshalb, weil hier niemand allein für sich arbeitet. Weil man in Teams arbeitet, kann man nicht bis zur letzten Minute warten, um alles in einer einzigen Nacht hinzubekommen. Damit würde man das Team im Stich lassen. Man muss also wirklich in einer Teamumgebung arbeiten. Man muss das, wofür man verantwortlich ist, für den nächsten Mitarbeiter parat haben, wenn dieser es braucht. Und deswegen lernt man sehr schnell, dass man seine Zeit richtig ausbalancieren und seine Aktivitäten und Termine koordinieren muss. Ich meine, mir ist ein guter Ausgleich zwischen meinem Arbeitsleben und meinem Privatleben gelungen. Wenn ich muss, arbeite ich sehr lange und sehr schwer, aber wenn die Arbeit getan ist, gehe ich nach Hause und genieße meine Freizeit mit Freunden und der Familie.

Die Profile sind lediglich Momentaufnahmen aus den Karrieren der verschiednen Ingenieure.


(Die Profile individueller Ingenieure auf TryEngineering wurden vom
Sloan Career Cornerstone Center zur Verfügung gestellt)


home about contact us links sitemap disclaimer